The 3. Generation

EVO III Basic

Aber sicher doch sind wir die Ersten, die V-Max 3,8 Volt ~ Ausgangsspannung bei 1000 Hz 0 dB an der PlayStation Audio umgesetzt haben.

Made by TET-Computerspezials

http://www.youtube.com/watch?v=bb_NdGVQQ14

Die Entwicklungsphase für EVO III, so der Name des Programms, dauerte etwas über 2 1/2 Jahre; von Januar 2009 bis 04. September 2011 bis unser Entwicklungschef der Crew mit dem Daumen hoch signalisierte, Männer gut gemacht, ich bin zufrieden.
Wer Edi Helmle und die Topmodelle Cochise - 1000 Vintage und Virginia kennt und weiß, nach welchen Kriterien er entwickelt, der kann sich auch vorstellen, was hier einer Neuentwicklung abverlangt wurde.

So wurde, wie bei allen Programmen zuvor immer das letzte Topmodell, in diesem Fall zunächst eine Vintage - 1000 Prototyp von Dominik Helmle, als Grundlage herangezogen, und da darf man ganz sicher sein, das der Entwickler Helmle die Vintage seines Sohnes bis ins äußerste perfektioniert hat. Eine Virginia aber galt es letztlich mit einer Basisversion der neuen Konfiguration zu toppen.
Man kann sich die Gesichter vorstellen, als Helmle bei einer Besprechung Anfang Januar 2009 die schwarze Vintage auf den Tisch stellte, dabei sagte, "jetzt entwickeln wir EVO III, das Basisgerät wird besser als diese ungeschlagene Vintage meines Sohnes Dominik", er spuckte in die Hände und sagte "an ti amo Männer".
Irgendwann Ende 2009 kam Helmle mit der weißen Virginia seines Sohnes und meinte, "die EVO III Basic wird besser als diese weiße Virginia", und hatte damit das Ziel nochmal neu abgesteckt, wer die weiße Virginia von Dominik gehört hat, wird sagen "daß wird wohl nicht möglich sein" entsprechend war auch zunächst einerseits das Gelächter, andererseits die Laune bei den Machern.

Niemals in der Geschichte der TET-Computerspezials, wurde mit einer Entwicklungsstufe soviel Geld und Zeit investiert wie bei EVO III, aber auch in keiner Entwicklungsstufe zuvor hatte es so viele Rückschläge gegeben. Allein 34 PU-7 Mainboards haben sich in dieser Zeit verabschiedet. Auf der anderen Seite war auch noch kein Programm zuvor für alle Mitwirkenden so lehrreich wie EVO III. Auch hat EVO III die Crew regelrecht verschweißt, Helmle selbst wunderte sich manchmal über das Engagement einiger, die zuerst skeptisch waren, dies wurde aber durch die Motivation vieler kleiner Erfolge gefördert.

Und dann, morgens am 04. September 2011, als Helmle hereinkam, der nachtdienstleitende Techniker wollte gerade runter pegeln um zu berichten, als Helmle in seinem schwäbisch grüßte, und meinte "brauchscht nix saga, i hers, dia lauft perfekt"! Er hob den Daumen, nun wusste die Crew, jetzt darf die EVO III Basic das erste Mal an die Röhre und die Bozaks.
Es wurde ein herrlicher Vormittag.

Die EVO III Basic lief perfekt, es gab nichts, aber auch gar nichts zu bemängeln. Hier werden selbst die Besitzer des Topmodells Virginia noch ein blaues Wunder erleben.
Nicht auszudenken, wenn unser Chef den Startschuß gibt, eine Virginia nach EVO III zu bauen.

Die ersten Ansätze für das damalig noch unbekannte EVO III wurde schon lange vor 2009 durch den Einstieg von Michael Exner als Toptester bei TET im Jahre 2007 gegeben. Dieser forderte damals den Umstieg auf andere OpAmp's, und nach reichlicher Prüfung entschied sich Helmle damals, allerdings noch sehr skeptisch, für den BB2134UA in SOIC-Bauform, ein Gerät wurde damals auch umgebaut.
Die ersten Hörproben waren ein Desaster, Helmle forderte damals den sofortigen Abbruch da er meinte "wir können die OpAmp's noch nicht ausreichend versorgen". Das war auch der Umstieg vom Badboy in die Cochise-Class, die die Programme EVO I und EVO II erforderten, diese waren auch letztendlich die Grundvoraussetzung für ein darauf aufbauendes EVO III und dessen störungsfreien Betrieb.
Nein, wir sind auf halbem Weg von dem ursprünglichen BB2134UA abgekommen, nicht weil er nicht besser als die Serien-OpAmps gewesen wäre, er ist ohne Zweifel besser, und für knapp 3 Euro das Stück wäre er nicht mal teuer. Für uns war er aber nicht gut genug, denn die EVO III Basic sollte ja viel besser werden als die Virginia, so haben wir uns dann damals auch für einen OpAmp entschieden, der hier in Europa nicht erhältlich ist. Wir ordern diese OpAmp's, das Stück zu knapp 30 $. In einem der Testgeräte, in der EVO III BT1 – ein Gerät, das derzeit unter Verschluß ist, (sehr wahrscheinlich wird es vernichtet) – haben wir die BB2134UA bis aufs Maximum ausgereizt, mehr als 2,650 Volt ~ bei 1000 Hz 0dB sind da aber nicht zu machen. Mit der EVO III BT2 erreichen wir mühelos V-Max 3,8 Volt ~ bei 1000 Hz 0 dB.

Die Erhöhung der Ausgangsspannung auf 3,8 Volt ~ erfordert eine angepasste und um fast 200 % erhöhte Spannungsversorgung, sowie den Austausch geeigneter OpAmp's in der Ausgangsstufe, im Prinzip eine komplette Umstrukturierung der Mainboardelektronik über das ursprüngliche Layout und deren Leiterbahnen, ohne daß hier ein induktiver Kabelsalat entsteht. Die Programme EVO I und EVO II sind hierbei eine Grundvoraussetzung. Genau nach diesem Muster haben wir auch das Setup des DAC’s überarbeitet, ohne Leiterbahnen durchtrennen zu müssen oder induktive Störungen, durch quer über das Board verlegte Versorgungskabel zu erzeugen.
Bei uns arbeitet der Wandler nun mit maximal vom Hersteller zugelassenen, gepufferten Versorgungsspannungen an digitaler (DVDD) und analoger (AVDD) Seite, was er natürlich auch mit einer erhöhten Ausgangsleistung an seinen Ausgängen AOUTL und AOUTR belohnt. Durch Abschaltung aller audio-unrelevanten Programme konnte bei EVO III, trotz extrem erhöhten Leistungszuwachses, ein akkurates Boardklima, sogar noch unter die schon sehr milden Temperaturverhältnisse von EVO II, erreicht werden.
Wir haben die Erweiterung EVO III aus Teilen des vorhergehenden EVO II und EVO I Programms und des ergänzenden EVO III Programms realisiert, deshalb ist es jederzeit möglich, eine ursprünglich nach EVO II-Vollprogramm überarbeitete PS1 auf EVO III umzurüsten, da EVO III ergänzend nach unserem Baukastensystem an EVO II anknüpft.
Insgesamt gesehen ist EVO III doch eine sehr aufwändige, aber doch lohnende Umrüstung um anschließend auch eine störungsfreie, stabile Gesamtfunktion des Gerätes zu erhalten.
Mit EVO III bleibt nicht mehr viel an Verbesserungsmöglichkeiten an der PS1 zur High End Nutzung übrig, weswegen wir unsere Tester dahingehend informiert haben, daß hier fast das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Wir arbeiteten jedoch bereits überschneidend während der EVO III-Phase an EVO IV, wobei wir hier das Augenmerk hauptsächlich auf das Laufwerk richten. Diese dahingehende Tendenz wird durch geänderte Parameter für Bias, 2,250 Volt und Gain, 2,630 Volt aufgezeigt. Auch EVO IV, wenn es denn schließlich Störungsfrei angewendet werden kann, werden wir zu den Vorprogrammen EVO I, II und III kompatibilitieren, und dabei auch genauso versuchen, dies nach unserer Philosophie im original Gehäuse umzusetzen.


Wer Interesse an EVO III Basic hat, kann diese Geräte leider nicht mehr zu Hause an der eigenen Kette testen. Leider haben wir in der Vergangenheit zu viele schlechte Erfahrungen gemacht und geben keine Testgeräte mehr unbeaufsichtigt heraus. (mit der Ausnahme an unsere eigenen Tester).
Wer dennoch interessiert ist, hat die Möglichkeit, sich das Ganze bei uns im Hause vorführen zu lassen, oder wir führen es direkt beim Interessenten vor.

Die Geräte werden VDE-konform ausgegeben. Sollte ein Interessent jedoch mit einer nicht VDE-konformen Konfiguration besser schlafen, und Sonderwünsche haben, weil ihn so ein Gefühl im Hinterhopf nicht loslässt, dann wird er diese Zusatzmodifikationen selber hier bei uns in der Produktion, unter der Aufsicht, Betreuung und Beratung einer unserer Toptechniker in Eigenregie durchführen dürfen. Material, Werkzeug, Hilfestellung und die Unterstützung zu einer erfolgreichen Umsetzung stellen wir.


Wir bitten darum, von Fragen, ob wir Ihre SCPH-1002 zu EVO III umkonfigurieren können, abzusehen.
EVO III ist, genauso wie auch EVO II oder EVO I, nicht auf die SCPH-1002 übertragbar, es wäre dazu ein komplett anderes Programm erforderlich, was aber bei dem erreichbaren Ergebnis keinen Sinn macht.
Es bleibt nach wie vor dabei, nur die beste Basis bringt bei gleichem Einsatz das beste Ergebnis.


Berlin, den 27. September 2011
Florian Rehn, Toptester
zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit